Im Interview: SBL Stahl- und Brückenbau Lindow GmbH

Geschäftsführer SBL Stahl und Brückenbau Lindow
SBL Stahl und Brückenbau Lindow

Juni 2016 - Die SBL Stahl- und Brückenbau Lindow GmbH hat im Dezember 2015 ihr neues Domizil im Neuruppiner Gewerbegebiet Treskow bezogen. Im Juli 1998 startete das Unternehmen mit 6 Mitarbeitern am damaligen Standort in Lindow mit der Fertigung und Montage von konstruktivem Stahlbau. Die Newsletter-Redaktion sprach mit dem Geschäftsführer des Unternehmens, Heinz Scherer, zur Entwicklung und den Perspektiven des Unternehmens.

Newsletter: Mit dem 14.12. des letzten Jahres sind Sie mit Ihrem Unternehmen am neuen Standort im Neuruppiner Gewerbegebiet Treskow. Was hat sich für Sie und Ihre Mitarbeiter hier verändert?

Heinz Scherer: Insgesamt gesehen haben wir hier deutlich bessere Bedingungen, insbesondere für die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung und der Konstruktion. Die vorhandene Immobilie am Standort konnten wir gut auf unsere Anforderungen anpassen, so dass auch in der Fertigung die Bedingungen besser geworden sind. Positiv hat sich aber auch unsere Verkehrsanbindung verändert, ein großer Vorteil ist für uns die hervorragende Anbindung an die Autobahn und auch eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Noch nicht optimal ist die Breitbandanbindung, hier besteht aus unserer Sicht noch Handlungsbedarf.

Newsletter: Können Sie mit den neuen Rahmenbedingungen denn auch Ihre Produktpalette oder Ihr Angebot erweitern?

Heinz Scherer: Mit dem Stahlhochbau, Hallenbau, dem Dachgeschoßausbau und Dachaufstockungen, dem Brückenbau, Anlagenbau und Handel mit Stahlerzeugnissen haben wir schon eine recht umfangreiche Palette. Aber wir haben da noch ein paar Ideen, die wir derzeit prüfen. Grundsätzlich können wir nun auch größere Bauteile mit bis zu 20 Tonnen Stückgewicht fertigen. Ein recht optimaler Hallenzuschnitt bietet uns darüber hinaus zusätzlichen Spielraum.

Newsletter: Und wie haben Ihre Mitarbeiter den Umzug aufgenommen?

Heinz Scherer: Wir haben inzwischen 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Natürlich war da der eine oder andere, der früher mit dem Fahrrad zur Arbeit kam, nicht unbedingt begeistert. Inzwischen fühlen sich aber offensichtlich alle hier ganz wohl (lacht).


Newsletter: Gibt es denn schon erste Kontakte zu den neuen Nachbarn?

Heinz Scherer: Das ging hier wirklich unwahrscheinlich schnell, wir sind gut angekommen. Zum Beispiel mit ASL (Anm.: ASL Automationssysteme Leske GmbH) und der Mebatec Stahlbau GmbH haben wir bereits gute Kontakte. Da kann man wirklich gegenseitig Synergien und Ressourcen nutzen.

Newsletter: Abschließend noch eine Frage, die heute wahrscheinlich nie fehlt. Wie sieht es bei Ihnen mit dem Fachkräftebedarf und der Ausbildung aus?

Heinz Scherer: Gute Fachkräfte sind Mangelware, ebenso wie Bewerber für eine technische Ausbildung. Wir sind zwar insgesamt gut aufgestellt, können aber immer guten Nachwuchs gebrauchen. Da es gerade in diesem Bereich zunehmend schwieriger geworden ist, setzen wir auch auf ein weiteres Modell. Wir kooperieren mit der Bildungsgesellschaft in Pritzwalk im Bereich der ausländischen Fachkräfte. Das ist ein interessantes Modell, in dem wir derzeit einen jungen Mann aus Ungarn im Praktikum bei uns haben. Wenn alles klappt, dann beginnt er nach dem Praktikum eine Ausbildung bei uns, auch wieder in Kooperation mit der Bildungsgesellschaft.

Link: http://www.sbl-lindow.de/