Martin Opitz sponsert Figur für den Tempelgarten

Juli 2013 - Martin Opitz, Geschäftsführender Gesellschafter der Opitz Holzbau GmbH & Co. KG ermöglichte den Nachbau einer historischen Figur (Tamburin Knabe) für den Tempelgarten in Neuruppin.

Einst zierten den Berg des Neuruppiner Tempelgartens etwa ein Dutzend kleine, barocke Skulpturen. Die Putten – wie die stilisierten Kinderfiguren heißen – kamen im Laufe der Zeit abhanden. Nur zeugen nur noch die leeren Podeste von der einstigen Existenz der Figuren. Dank der Unterstützung des Neuruppiner Unternehmers Martin Opitz konnte der Tempelgartenverein eine von ihnen nachbauen lassen. Am Freitag [26.07.2013] wurde die „Putte mit dem Tamburin“ enthüllt.
Wie Dr. Helmut Behrendt vom Tempelgartenverein sagte, war der „Tamburinmann“ eine der liebsten Figuren Alexander Genz‘. Der Kaufmann hatte zwischen 1853 und 1858 viele der Skulpturen, die noch heute den Tempelgarten prägen, in Dresden gekauft. Die vier großen historischen Figuren in dem Rundgang vor dem Tempelberg stammen aus dem türkischen Garten in Dresden. Die Elbstadt erlebte in jenen Jahren eine barocke Blüte. Die vier Mythen-Figuren im Eingangsbereich – zwei Satyre, eine Flora und ein Bacchus – stammten aus dem Brühlschen Palais in Dresden. Die vielen kleinen Putten indes holte Genz aus verschiedenen Quellen. „Woher der Tamburinmann stammt, ist mir nicht bekannt“, sagte Behrendt. Martin Opitz holte nun eine der Putten zurück. Er hörte vor gut 2 Jahren einen Vortrag Behrendts zu den Skulpturen im Tempelgarten. In einem anschließenden Gespräch reifte der Entschluss, den Tamburin-Knaben nachgestalten zu lassen. Wie das Original aussah, wussten die Initiatoren nur von einem Gemälde. Eineinhalb Jahre dauerte es, bis die Entwürfe mit der Denkmalschutzbehörde des Kreises abgestimmt und umgesetzt waren. Opitz investierte einen fünfstelligen Betrag. „Solange ich es noch kann, stelle ich jedes Jahr einen Betrag für ein Projekt in Neuruppin zur Verfügung“, so der Unternehmer.
Helmut Behrendt hätte schon eine Idee: Er möchte den Tempelberg weiter mit Putten bevölkern.

(Ruppiner Anzeiger, 27.07.2013)