Potenzialstudie Energie und Klimaschutz abgeschlossen

Juli 2014 - Am 22. Juli präsentierte das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThinK) die Ergebnisse der "Potenzialstudie für das Handlungsfeld Energie und Klimaschutz im Freiraum Ruppiner Land" der Öffentlichkeit.

Ziel der Studie ist es, den Kommunen der KAG praktikable Ansätze zu liefern, um die vorhandenen Potenziale im Bereich Energieeffizienz und –einsparung sowie im Bereich erneuerbare Energie zu nutzen. Die Integration energetischer und Klimaschutzüberlegungen in die Stadt(Umland)Entwicklung stehen dabei in einem besonderen Fokus.

Seit Oktober 2013 hatte das Institut eine umfangreiche Datenerhebung durchgeführt, die auch Grundlage für eine Weiterführung des Monitorings innerhalb des Freiraums sein wird. In insgesamt vier mehrstündigen Workshops, wurden im Laufe der Projektbearbeitung Detailergebnisse diskutiert sowie Handlungsempfehlungen und Maßnahmen entwickelt. Zu den Workshops war jeweils öffentlich eingeladen worden.

Theoretisch könnte die Region im Jahr 2030 bis zum 2,5 fachen der benötigten Energiemenge selbst erzeugen. Das ist ein Ergebnis der Potenzialermittlung des Thüringer Institutes. Allerdings lässt sich das in der Praxis nicht so ohne weiteres umsetzen. Daher halten die Fachleute es auch für nicht realistisch, dass die Region die Ziele der Energiestrategie des Landes Brandenburg vollständig erreichen kann.

Hintergrund sind dabei auch die (inzwischen) veränderten politischen Rahmenbedingungen (Veränderungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)) und damit einhergehende Fördermöglichkeiten. So ist bspw. die Nutzung vorhandener Potenziale für PV Freiflächenanlagen für Investoren derzeit wenig attraktiv.

Im Ergebnisse entstand eine umfassende Datensammlung zu Energieverbräuchen sowie vorhandenen Potenzialen zur Energieeinsparung und der Erzeugung erneuerbarer Energien. Einbezogen wurden ebenso vorhandene regionale und kommunale Konzepte. Ein Katalog von insgesamt 24 Maßnahmen kann nun die Handlungsgrundlage für die Kommunen im Freiraum Ruppiner Land sein.